Die Spree
Die Spree (sorbisch Sprjewja, niedersorbisch auch schlicht Rěka ,Fluss‘; tschechisch Spréva) ist ein knapp 400 Kilometer langer linker Nebenfluss der Havel im Osten Deutschlands.
Sie entspringt im Lausitzer Bergland nahe der Grenze zu Tschechien.
Teilstrecken von ihr sind einerseits als Bundeswasserstraße, andererseits als Landeswasserstraße klassifiziert.
Unsere Spree wurde 1923 in einer Berliner „Bootswerft“ gebaut, nennt sich Gig Doppelzweier mit Steuermann mit Klappausleger und Segelhalterung, lag aber die letzten 30 Jahre in der Werkstatt in der obersten Etage der Bootslagen.
Das 100 jährige (Bootsjubiläum) wurde verpasst und nur der Renovierung des Tresens ist es zu verdanken, dass die Spree wieder in den Fokus der aktiven ruderischen Community fiel.
Ältere Mitglieder das Vereins konnten sich dabei an die guten Lauf- und Belademöglichkeiten des Bootes auf diversen Wandertouren erinnern. Sprich; was soll so ein Boot weiterhin in der Bootslage verstauben, statt auf den umliegenden Gewässern gerudert zu werden?
Da lag die Spree nun in der Werkstatt, in seinem staubigen Zustand und mit dem Dreck der letzten 30 Jahre im Rumpf. Ein Mitglied erbarmte sich ihrer und reinigte, baute zusammen und dachte, mit ein paar kosmetischen sowie modernisierenden Elemente das Boot fahrbereit zu gestallten.
Das „Erwachen“ kam bei der ersten „Wässerung“ nach den besagten über 30 Jahren. Das Holz hatte, außer bei Undichtigkeiten beim Tresenablauf kein Wasser mehr gespürt.
Der Gedanke, Holz quillt und dann ist alles schick, erwies sich als Fehleinschätzung.
Nun war (und ist) wieder einmal Fachkompetenz gefragt. Zum Glück ist unser Vereinsmitglied Ingo dieser noch mächtig und so wurden Stück für Stück, unter seiner Anleitung, die Arbeiten vorgenommen.
– Alten Lack abziehen, schleifen, schleifen, schleifen
– Innenbehandlung mit Stahlwolle und Schleifpapier
– Fugen (zwischen den Planken) abdichten (Spezialmischung vom Fachmann)
– Farbauffrischung
– Lackierung
+ Modernisierung, C 2 Dollen, lange Rollbahnen, Kugellagerrollsitze, Einmessung
Danke der fleißigen Hände der „Hilfskräfte“ Frank B., Peter, Sabine, Jens, Petra, Raimund und all der hier nicht Aufgezählten.
Am Sonntag dem 26.07.2026 lag die Spree dann fertig mit Steuer in der Werkstatt und rief:
Fahrt mich!
Dem konnten sich dann doch die Mitglieder des Vereins nicht verschließen. Also, ins Wasser gelegt und zweimal um die Insel gerudert. Der Verfasser dieses Artikels kann nur sagen, ein schönes Rudern.
Insofern sollten wir der „Auferstehung“ vielleicht doch noch einmal einen würdigen Rahmen geben und ggf. das Hundertjährige anstoßen.
Trotzdem, in dieser Hinsicht schon mal die berühmte Handbreit Wasser unterm Kiel gewünscht.
JW
