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20181218_Nachruf Peter
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eichhorn

Dr. Peter Eichhorn

* 20.08.1934 12.12.2018

Für uns alle unerwartet ist unser Ruderkamerad Dr. Peter Eichhorn am 12.Dezember 2018 verstorben. Wir hatten mit Peter vor der Saisonabschlussfeier unserer Rudergemeinschaft am 24.11.2018 noch sehr intensiv zur Gestaltung des Wellenschlages 2018 per Mail und Telefon kommuniziert und diese Ausgabe des Wellenschlages ist ja auch wieder ein voller Erfolg geworden.

Peter hat viele Jahre die Geschicke unserer Rudergemeinschaft geleitet und wir wollen mit diesem Nachruf vor allem auf seine Verdienste bei der Entwicklung unserer Rudergemeinschaft zurück schauen.

Von 1953 bis 1957 absolvierte Peter ein Studium auf dem Gebiet der Ökonomie. Nach seinem Studium war Peter dann bis 1962 als Redakteur bei den Zeitschriften „Die Wirtschaft“ und „Sozialistische Planwirtschaft“ tätig. Im Jahre 1958 heiratete er seine Frau Liane und im Februar 1961 erblickte ihre gemeinsame Tochter Ina das Licht der Welt. Peter wechselte 1962 beruflich zur Staatlichen Plankommission der DDR und war dort bis zur Wiedervereinigung zunächst als Mitarbeiter, später dann viele Jahre als Sektorenleiter tätig. Aufgrund seiner hervorragenden Kenntnisse auf dem Gebiet der  Wirtschaftsverhältnisse in der ehemaligen DDR konnte er von 1992 bis 1999, also bis zum Erreichen des Rentenalters, im Bundesministerium für Wirtschaft in Bonn tätig werden. Nach Lianes Tod lernte er 1992 seine Lebensgefährtin Barbara Goder kennen, mit der Peter bis zu seinem Tod zusammen gelebt hat.   

 

Ruderkamerad Dr. Peter Eichhorn begann Anfang der Fünfziger Jahre mit dem Rudersport in Pirna, mit Wander- und Rennrudern. 1958 ist Peter nach Berlin gekommen und hat sich als Verein für die Ausübung des Rudersports die Sektion Rudern der BSG Rotation Berlin ausgesucht.

Peter erkannte schnell, dass nur mit guter Nachwuchsarbeit eine erfolgreiche Entwicklung unserer Gemeinschaft erreicht wird und er hat mit seinen Aktivitäten und seiner ihm eigenen Hartnäckigkeit sehr großen Anteil an der positiven Entwicklung unserer Rudergemeinschaft und das vor allem auf dem Gebiet des Kinder- und Jugendsports.

Aber auch das Wanderrudern und der damit verbundene Spaß beim gemeinsamen Sport kamen bei ihm nicht zu kurz. Peter war sehr oft der Initiator von Wochenend-  und Urlaubsfahrten mit dem Ruderboot. Da sind vor allem die jährliche Pfingstfahrt zum Hölzernen See und etliche Urlaubsfahrten auf den Berliner,  Brandenburger und Mecklenburger Seen zu nennen. Und nicht zu vergessen die herrlichen Rudertouren auf der Moldau.

Für den Zusammenhalt unserer Gemeinschaft hat Peter des Öfteren nach der Rudersaison gemeinsame und sehr beliebte Wochenendfahrten mit dem Bus unter anderem nach Neustadt oder Hasselfelde organisiert. Er war auch der Initiator für die Kontakte zur technischen Stadtverwaltung Gottwaldov, heute Zlin, um auf diesem Wege die über viele Jahre durchgeführten Wintertrainingslager in Na Kasarni zu ermöglichen. Viele Jahre hat Peter die jährlichen Himmelfahrttouren in die verschiedensten Rudergebiete Deutschlands perfekt organisiert und seine Ruderkameraden immer wieder mit neuen Sehenswürdigkeiten bei diesen Ruderfahrten überrascht und erfreut.

Im Jahre 1969 beendete Werner Siebenhüner seine Tätigkeit als Sektionsleiter und die Mitglieder unserer Sektion Rudern, heute Rudergemeinschaft Rotation Berlin, sprachen Peter das Vertrauen aus, diese Funktion zu übernehmen. Damit war für Peter die Basis gelegt, sich noch intensiver für die Geschicke unserer Gemeinschaft einzusetzen. Dabei sind besonders die ständige überaus gute Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Berliner Druckerei Hans Hirschfeld und Werner Mätzold  hervor zu heben. Er hat es stets bestens verstanden, das Optimum für unsere Rudergemeinschaft herauszuholen und die großzügige Unterstützung des Trägerbetriebes für die Entwicklung des Rudersports aufrecht zu erhalten.

Sein sicher wohl größtes Projekt war der Anbau unseres Bootshauses in den Jahren von 1972 bis 1975. Peter hatte die Fäden in der Hand und er hat während der gesamten Bauphase unermüdlich Kontrollen durchgeführt. So manches Mal waren die Baufirmen nicht gerade erfreut, wenn Peter seine Beanstandungen vorbrachte und sie mit Nacharbeiten zu tun hatten, aber Peter hatte sich immer wieder durchgesetzt.

Nach der Wiedervereinigung war Peter noch bis 1992 Vorsitzender der seit 1991 selbständig gemachten Rudergemeinschaft Rotation Berlin e.V.. Auf Grund seines beruflichen Einsatzes in Bonn hat er dann das Zepter an Lutz Krüger übergeben.

Aber auch nach Peters Ausscheiden aus dem Vorstand hat er uns mit seinen Aktivitäten immer wieder geholfen. Er hat, als die Gespräche zum Kauf des Grundstücks mit dem RV Preußen so richtig festgefahren waren, die Initiative ergriffen und neue Kontakte zu dem damaligen Vorsitzenden des RV Preußen Fritz Bergemann geknüpft um damit eine entscheidende Wende für die Einleitung von dann  erfolgreichen Verhandlungen zu schaffen.

Die über Jahrzehnte sehr zeitaufwendige Tätigkeit bei der Erstellung des „Wellenschlages“ hat unsere Rudergemeinschaft immer wieder zu einem tollen Vereinsjournal verholfen. Auch wenn so manches Mitglieder unserer Rudergemeinschaft ob seiner Hartnäckigkeit betreffs der Fertigstellung der Beiträge gestöhnt hat, es kam zum Schluss immer zum positiven Ende. Steffen Siebenhüner hat Peters Aktivitäten bei der Erstellung des jährlichen „Wellenschlages“ im letzten Heft mit seinem Beitrag entsprechend gewürdigt und Peter hatte sich auf der letzten Seite der Ausgabe 2018 bei allen Mitgliedern für die Mitarbeit bei der Gestaltung bedankt.

 

Wir sind alle bestürzt und traurig über Peters plötzlichen Tod und werden sein Andenken immer in Ehren halten.

 

Horst Kalo für den Vorstand